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Kapelle im Maria Anna Haus

 

Das Maria-Anna-Haus

Das Jahr 1861 war für die katholische Kirchengemeinde St. Benedikt ein ganz besonderes Jahr, denn in diesem Jahr öffnete das Maria-Anna-Hospital als neues Krankenhaus seine Pforten.

Aus christlicher Nächstenliebe und sozialer Verantwortung heraus schuf die reiche Kaufmannswitwe Maria Anna Kramer mit einer umfangreichen Stiftung die Grundlage für diese caritative Einrichtung. Viele weitere Stiftungen und Gönner aus ihrer Familie und aus der Lengericher Bevölkerung schlossen sich an. Heute ist das Maria-Anna-Hospital (seit 2013 Maria-Anna-Haus) ein Alten- und Pflegeheim und konnte 2011 das 150jährige Jubiläum begehen.

Die St. Bonifatius Hospitalgesellschaft Lingen e.V. und die katholische Kirchengemeinde St. Benedikt in Lengerich sind alleinige Gesellschafter der Maria-Anna-Haus Lengerich gGmbH mit Sitz in Lengerich.

Wir sind dankbar für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Bewohnern*innen und den Angehörigen, den Mitarbeitern*innen für ihr berufliches Engagement, den ehrenamtlich Tätigen für die täglichen Dienste am Haus und seinen Bewohnern sowie in der Trägergesellschaft.

Alle gemeinsam tragen den christlichen Geist dieses Hauses und haben durch ihre Arbeit und ihr Zutun die gute Entwicklung in all den Jahren erst ermöglicht. Sowohl die Organisation eines Altenheimes als auch die Pflege selber haben sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert. Die Standards und damit auch die Anforderungen sind in allen Bereichen gestiegen.

Ganz besonders danken möchte ich den vielen Ehrenamtlichen für Ihre Tätigkeit im Maria-Anna-Haus. Als ein Beispiel für die vielen ehrenamtlich aktiven Gruppen und Einzelpersonen danke ich hier namentlich einmal den „Kapellenfrauen“, die über viele Jahre hin am Donnerstag und Sonntag treu ihren seelsorglichen Dienst leisten. Ohne Ehrenamtliche könnten diese und viele weitere Angebote im Maria-Anna-Haus überhaupt nicht stattfinden. Sie bereichern den Tagesablauf im Heim. Sie bringen ein Stück Lebensqualität in den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner.

Ich wünsche allen Bewohnern*innen des Maria-Anna-Hauses einen erfüllten und glücklichen Lebensabschnitt in diesem Haus und allen hier Tätigen viel Freude an ihrem Dienst am Nächsten.

Im Maria-Anna-Haus weiß ich unsere Heimbewohner*innen in guten Händen.

Hier der Link zum Maria Anna Haus.

 

Die Kapelle im Maria-Anna-Hospital in Lengerich

Am 16. Juni 2000 wurde das Maria-Anna-Hospital eingeweiht und die neue Kapelle gesegnet.

Es ist ein kleines „Gottes-Haus“ für eine kleine Gemeinde, aber ein großer Schritt für uns. Regelmäßig feiern wir am Donnerstagnachmittag die Hl. Messe und am Sonntagvormittag eine Kommunionfeier, die durch „unsere Kapellenfrauen“ gestaltet wird und die Heilige Kommunion aus der Gemeindemesse den Bewohner/Innen innerhalb dieser Feier dann gereicht wird.

Schon seit dem 19. Jahrhundert gab es im Maria-Anna-Haus eine Krankenhauskapelle. Mit den Umbau- und Ausbauten des Hauses wurde diese mehrfach verlegt und umgestaltet. Die heutige Inneneinrichtung stammt im wesentlichen aus den 1990er Jahren. Damals schuf der Osnabrücker Künstler Dominikus Witte eine neue Ausstattung für den bereits vorhandenen, aber eher schmucklosen Kapellenraum. Am 3. Dezember 1992 benedizierte Pfarrer Franz Groteschulte die neu gestaltete Kapelle, die aber schon wenige Jahre später dem Neubau des Hauses weichen musste. Die Einrichtungsstücke und auch die kunstvollen Buntglasfenster wurden geborgen und später in die neue Kapelle im Neubau des Altenheimes eingebaut. Am 16. Juni 2000 wurde der Kapellenneubau gemeinsam mit dem Altenheimneubau eingeweiht.

 

Der Altar nimmt einen hervorgehobenen und zentralen Platz in unserer Kapelle ein.

Der Altar ist ein Symbol für Jesus Christus. Christus wird im Neuen Testament als Eckstein und Fels bezeichnet.

Der Altar soll deutlich den „Tisch“ darstellen, auf dem bei der eucharistischen Mahlfeier Brot und Wein in den Leib und das Blut Jesu verwandelt werden, so daß Christus darin gegenwärtig ist und den Gläubigen zum Empfang ausgeteilt werden kann.

 

In jeder Kirche/Kapelle, in der Eucharistie gefeiert wird, ist ein Tabernakel vorhanden. Tabernaculum heißt Zelt.

Der Tabernakel dient bereits seit urchristlicher Zeit zur Aufbewahrung verwandelter Hostien. Er steht links neben dem Altar. Von hier aus können wir Christus zu den Kranken bringen.

Als Zeichen der ständigen Gegenwart Christi in der Eucharistie brennt in der Nähe des Tabernakels auch das sogenannte „Ewige Licht.“

Das rote Öllämpchen gilt oft als Erkennungsmerkmal eines katholischen Gotteshauses.

Auf den Tabernakeltüren sind in roten Steinen Weintrauben dargestellt. Sie wollen uns an die Worte Jesu erinnern, der gesagt hat: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.“ (Joh 15,5)

Seit dem hohen Mittelalter wurde der Tabernakel auch Stätte der Anbetung und Verehrung Christi in der Gestalt des eucharistischen Brotes. Die Gläubigen machen deshalb vor dem Tabernakel eine Kniebeuge und verweilen im stillen Gebet.

 

 

Mit dem Begriff Ambo wird das Lesepult bezeichnet, an dem die Lesungen, der Antwortpsalm, das Evangelium, die Predigt und die Fürbitten vorgetragen werden. Es nimmt einen ehrenvollen Platz neben dem Altar ein. Darin soll zum Ausdruck kommen, daß Christus sich auf zweierlei Weise mitteilt:

am Altar im Sakrament der Eucharistie und am Ambo im Wort der Verkündigung.

Am Ambo sind Engelsgestalten angebracht. Das lateinische Wort „angelus“ im deutschen „Engel“ heißt übersetzt Bote oder Botschafter. Die Botschaft Gottes soll von uns als Bote weiter getragen und verkündet werden.

Weiter rechts von Altar und Ambo steht eine Bibelstele, in der die Bibel, die Heilige Schrift, aufbewahrt wird. Sie ist als „brennender Dornbusch“ gestaltet, ein Motiv aus dem Alten Testament. Aus dem brennenden Dornbusch heraus sprach Gott zu Mose, erteilt ihm seine Aufträge zur Befreiung des Volkes Israel und offenbarte ihm seinen Namen. Zu uns aber spricht Gott durch die Schriften des Alten und Neuen Testamentes, die hier im Buch der Bibel gegenwärtig sind.

„Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht; es hat Hoffnung und Zukunft gebracht;
es gibt Trost, es gibt Halt in Bedrängnis, Not und Ängsten, ist wie ein Stern in der Dunkelheit.“ Gotteslob 450

 

In der Kapelle steht auch eine so genannte Pieta eine Darstellung Marias mit dem Leichnam Jesu Christi. Die Figur ist aus Holz. Geschnitzt und vermutlich schon über hundert Jahre alt.

Wir nennen Maria mit vielen Namen und kennen sie in vielen menschlichen Lebenslagen. In der Pieta schauen wir Maria an als die Trösterin der Betrübten und Mutter der Schmerzen.

Was Paulus der Gemeinde in Korinth schreibt, was für uns alle gilt, das gilt für Maria in besonderer Weise.

„Wie uns nämlich die Leiden Christi überreich zuteil geworden sind, so wird uns durch Christus auch überreicher Trost zuteil.

Er tröstet uns in all unserer Not, damit auch wir die Kraft haben, alle zu trösten, die in Not sind, durch den Trost, mit dem auch wir von Gott getröstet werden.“ (2 Kor 1,5.4)

 

Den Kreuzweg bilden bildliche Darstellungen aus der Passion Jesu an der Rückwand der Kapelle und an den beiden Seitenwänden.

 

 

Seinen Ursprung hat der Kreuzweg im Brauch der Pilger, bei Wallfahrten nach Jerusalem den Leidensweg Jesu nachzugehen. Der Beter des Kreuzweges soll sich bestärken lassen, eigenes und fremdes Leid nicht zu verdrängen, sondern anzunehmen und an der Bewältigung mitzuwirken.

 

 

Heiner Mühlhäuser
Pfarrer der kath. Kirchengemeinde St. Benedikt Lengerich
Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Maria-Anna-Haus gGmbH

Die vier Fenster in unserer Kapelle:

 

Die vier Fenster hinter dem Altar wollen unseren Lebensweg deuten und uns daran erinnern, dass Gott uns in besonderen Lebenssituationen in den heiligen Sakramenten ganz nahe ist. Immer wieder will er uns zeigen, dass er uns liebt, und immer wieder will er uns Seine Liebe, Seine Gnade, Seine Hilfe schenken. Durch jedes Fenster zeigt sich ein gewundener Weg, jeweils in einer anderen Farbe gehalten. Die Farben weisen auf die jeweils dargestellten Sakramente hin: blau auf die Taufe, goldgelb auf die Firmung, rot auf die Eucharistie und grün auf die Krankensalbung. Der Weg ist nicht gerade, sondern krumm. Auch unser Lebensweg verläuft nicht immer gerade. Wir machen oft Umwege oder geraten gar auf Abwege. Aber der Weg der Sakramente auf den Fenstern führt immer nach oben! Und das ist das Wichtigste: Dass wir unser Ziel nicht aus dem Auge verlieren, Es muss immer nach oben gehen. Gott entgegen. Er wartet auf uns. Manche Abschnitte des Weges sehen aus, als wären sie voller Kieselsteine. Ja, das ist doch auch unsere Erfahrung, dass auf unserem Lebensweg manche Stolpersteine lagen. Es ging nicht immer glatt. Der Weg war manchmal ganz schön steinig.

Aber die Sakramente sind Zeichen der Liebe Gottes. Er geht unseren Weg mit. Er lässt uns nicht im Stich.

Der Haupteingang zur Kapelle wird von einem Fenster in leuchtendem Blau eingerahmt. Und hier und da sind einige Dinge aus der Schöpfung zu erkennen: ein Fisch, ein Vogel.

Gott ist es, der alles geschaffen hat. Und uns hat er die ganze Schöpfung anvertraut. Wir danken Ihm für die ganze Welt, für alles Schöne, das wir darin erkennen. Und wir bitten Ihn, dass Er uns helfen möge, diese Schöpfung zu pflegen und zu erhalten.

 

Das Fenster der Taufe:

Das Fenster links außen zeigt die Grundfarbe blau. Blau ist die Farbe des Wassers und des Himmels. Durch das Wasser der Taufe sind wir Kinder Gottes geworden. Seinen Kindern aber hat Gott den Himmel versprochen. Der Himmel ist das Ziel unseres Lebens. Wenn wir auf Gott vertrauen und den Glauben an Ihn bewahren, dann werden wir – mit Seiner Hilfe – dieses Ziel auch erreichen.

In ganz vereinfachten Strichen und Linien hat der Künstler in das Fenster hinein eine Menschenmenge gemalt, die zuschaut, wie Jesus im Jordan von Johannes getauft wird. Oben links ist eine Taube zu sehen, die aus einer Wolke kommt. Die Wolke ist das Symbol für den verborgenen und geheimnisvollen Gott. Die Taube ist das Symbol des Heiligen Geistes. Von der Taube aus gehen Strahlen auf die Erde. Sie sollen uns andeuten, dass alle, die getauft werden, „von oben her“ mit den Gnadengaben des Heiligen Geistes und mit Gottes Liebe erfüllt werden. In der Bibel heißt es, dass bei der Taufe Jesu sich der Himmel öffnete und der Heilige Geist in Gestalt einer Taube auf Jesus herabkam. Und die Stimme Gottes bezeugte: „Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Gefallen gefunden.“ (Lk 3,22).

Jesus ist wirklich der Sohn Gottes. Aber er hat die Herrlichkeit des Himmels verlassen und ist durch die Geburt aus Maria einer von uns geworden. Er wollte die Sündenschuld von uns allen auf sich nehmen und dafür Sühne leisten. Als er zu Johannes an den Jordan kam, nannte dieser ihn „das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt.“ (Joh 1,29). Johannes ermahnte die Menschen in seinen Predigten zur Reue über ihre Sünden; und die Taufe im Jordan sollte ein Zeichen der Buße, der Bekehrung sein. Jesus hatte diese Taufe nicht nötig, weil er ja ohne Sünden war und sich daher auch nicht zu bekehren brauchte. Wenn Er sich trotzdem taufen ließ, dann wollte er damit zeigen, dass Er sich solidarisch macht mit den Sündern, dass Er ihre Schuld auf sich nehmen und sie wie ein Opferlamm sühnen will. Und was Er hier zeigte, das hat Er am Kreuz getan! Zu diesem Jesus Christus bekennen wir uns. Durch unseren Glauben und durch unsere Taufe gehören wir zu Ihm. Er hat auch unsere Schuld gesühnt. Er will auch uns den Weg geleiten, der zum Himmel, zum ewigen Leben in der Herrlichkeit Gottes führt.

Schon bei unserer Taufe wurde uns dieser Himmel verheißen.  Denn durch die Taufe heißen wir nicht nur Kinder Gottes, wir sind es auch. „Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und Miterben Christi.“ (Röm 8,17).

So mag dieses Fenster uns eine frohe Glaubenszuversicht geben:

Gott meint es gut mit uns. Er vergibt uns unsere Sünden. Er macht den Tod für uns zu einem Durchgang, zum Tor des ewigen Lebens. Und dort – jenseits dieses Tores – will Gott uns das schenken, „was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben.“ (1. Kor 2,9).

 

Das Fenster der Firmung:

Das zweite Fenster von links erinnert uns an das Sakrament der Firmung. Die Grundfarbe ist goldgelb. Die Farbe des Feuers. Die Bibel erzählt uns von Feuerzungen, die sich damals am Pfingsttag in Jerusalem auf die Apostel und die ersten Gemeindemitglieder herabließen. Die Feuerzungen sind ein Symbol des Heiligen Geistes und Seiner Gnadengaben.

Vor Seiner Himmelfahrt hatte Jesus seinen Jüngern den Auftrag gegeben, in alle Welt zu gehen und alle Menschen zu Seinen Jüngern zu machen. Und Er hatte ihnen versprochen: „Ich sende euch einen Beistand, einen Helfer und Tröster, die Kraft aus der Höhe, den Heiligen Geist.“ Im Wirken dieses Geistes wollte Er bei ihnen bleiben bis an das Ende der Welt.

Neun Tag lang hielten sich die Männer und Frauen der ersten Christengemeinde danach im Abendmahlssaal verborgen hinter verschlossenen Türen. Sie hatten Angst. Sie fühlten sich unfähig, das Werk anzupacken. Aber sie beteten darum, dass Jesus Seine Versprechungen erfüllen möchte. Sie beteten um den Heiligen Geist.

Und am Pfingsttag geschah es: Sturm und Feuerzungen machten deutlich, dass da etwas in Bewegung geraten war und sich verändert hatte. „Sie alle wurden erfüllt vom Heiligen Geist,“ sagt die Bibel. Da spürten sie: Es stimmt ja, was Jesus versprochen hat. Er hat uns nicht im Stich gelassen. Er ist wirklich bei uns. Seine Kraft erfüllt unsere Herzen! Und da rissen sie die Türen auf und gingen auf die Straße und begannen, für Jesus Christus und für ihren Glauben an Ihn Zeugnis abzulegen. Und sie taten es so begeisternd, dass viele Menschen zum Glauben kamen und sich taufen ließen. Auch sie wurden dann vom Heiligen Geist erfüllt. Links unten im Fenster sehen wir diese Menschenmenge dargestellt. Die Kirche begann zu wachsen und zu leben.

 

Das Fenster der Eucharistie:

Das zweite Fenster von rechts hat das Sakrament der Eucharistie als Thema. Die vorherrschende Farbe ist rot, die Farbe der Liebe. Um Seinen Jüngern zu zeigen, wie sehr er sie liebte, hat Jesus sie am Abend vor seinem Leiden zum letzten Abendmahl eingeladen. Es war eigentlich ein Paschamahl, das gläubige Juden jedes Jahr miteinander feiern zur Erinnerung an die Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei. Sie denken dabei an die Liebe, die Gott ihnen durch Seine Fürsorge und Hilfe erwiesen hat. Und sie danken Ihm dafür.

Jesus hat dieser Feier einen neuen Sinn gegeben. Im heiligen Mahl schenkte er seinen Jüngern das Beste, was er hatte: sich selbst. Er nahm das Brot und sagte: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ Und Er nahm den Kelch mit Wein und sagte: „Trinket alle daraus. Das ist der Kelch des neuen Bundes. Das ist mein Blut, das für euch vergossen wird.“ In Brot und Wein machte er sich selbst zur Speise für seine Jünger. Sein Leib, der hingegeben wird; Sein Blut, das vergossen wird: Das erinnert an seinen Tod am Kreuz, den er freiwillig auf sich nahm, um sich selbst Gott als Sühneopfer anzubieten für die Sünden der Menschen. „Eine größere Liebe hat niemand, als jener, der sein Leben hingibt für seine Freunde.“ So sagte er selbst einmal. Und Jesus hat sein Leben hingegeben für seine Freunde, für uns! Das Abendmahl, dass Seine Jünger immer wieder nach seinem Auftrag feiern sollten, ist eine Gedächtnisfeier: Wir denken immer wieder an die Liebe, mit der er uns beschenkt. „Tut dies zu meinem Gedächtnis“, so hatte Jesus seinen Jüngern aufgetragen. Und wir tun das – immer wieder – in jeder hl. Messe! Dankbar empfangen wir in Brot und Wein sein großes Geschenk, Ihn selbst, als Speise zum Leben.

Die hl. Messe ist ein Sakrament der Liebe und der Dankbarkeit.

Im Fenster sehen wir in einfachen Skizzen Jesus mit seinen Jüngern beim Abendmahl.

Und wir sehen Brot und Kelch als Symbole für das Sakrament der Eucharistie.

Zugleich erinnert uns das an Seine Verheißung, dass wir einmal auch teilnehmen dürfen am Festmahl des ewigen Lebens.

 

Das Fenster der Krankensalbung:

Auf dem Fenster ganz rechts ist ein kranker Mensch zu erkennen. Die Krankheit hat ihn auf sein Lager geworfen. Er liegt darnieder. Aber über ihm sind andere Menschen zu erkennen, dargestellt durch einige Köpfe. Sie nehmen Anteil an seinem Leiden. Sie beten für ihn und rufen Gottes Segen auf ihn herab. Dieser im Gebet herabgeflehte Segen Gottes ist dargestellt durch die Strahlen mit den glänzenden Perlen, die von den Betern ausgehen und auf den Kranken treffen. Der Kranke spürt Gottes Segen. Er empfängt offensichtlich neue Kraft und richtet sich wieder auf.

In diesem Fenster ist das Sakrament der Krankensalbung auf wunderschöne Weise dargestellt.

Der Lebensweg in diesem Fenster ist vorwiegend in grüner Farbe gestaltet. Grün ist die Farbe der Hoffnung. Der Kranke darf hoffen, durch das Gebet der Mitmenschen, durch das Gebet der Kirche wieder neue Lebenskraft zu gewinnen.

Ernste Krankheit und auch die beginnenden Beschwerden des Alters können uns schwer zu schaffen machen. Wir erfahren unsere Ohnmacht und Schwäche. Und jede Krankheit kann uns auch den Tod erahnen lassen. Wer wollte das leugnen?

In dieser Situation sagt Gott zu uns: „Hab keine Angst! Ich bin bei dir und gebe dir Kraft!“

Wenn der Priester einem Kranken die Krankensalbung spendet, dann rufen er und die anderen Mitchristen, die am Krankenlager versammelt sind, Gottes Segen auf den Kranken herab. Durch die Handauflegung des Priesters und durch die Salbung mit hl. Öl empfängt er Gottes Gnade, Vergebung der Sünden und neuen Lebensmut.

Deshalb richtet der Kranke im Fenster sich auf.

 

Die blauen Fenster rechts

Die beiden Fenster rechts wurden im Jahre 2000 für die neue Kapelle ebenfalls durch den Künstler Dominikus Witte entworfen. Sie sollten in Form und Farbe zu den „alten“ Fenstern passen, aber auch ihre Eigenständigkeit und spätere Entstehung zeigen. Vorherrschend ist die blaue Farbe als Hinweis auf die Transzendenz, auf die Welt Gottes, der man hier im heiligen Raum besonders, nahe kommt. Die waagerechten blauen Streifen führen zum Altar hin, wo Christus in Brot und Wein gegenwärtig wird.

Durch hineinkomponierte Zeichen in den Fenstern sind weitere Sakramente dargestellt.:

Die Stola erinnert an die Priesterweihe, im linken Teil des Fensters findet man eine rote Rose als Symbol der Liebe. Vor dieser Rose hat das Kreuz – als Steh- und Vortragekreuz umgestaltet – seinen Platz gefunden. Im Kreuz wird die Liebe Gottes am deutlichsten sichtbar.

 

Die Beschreibungen der Fenster stammen von Pfr. i. R. Franz Groteschulte

 

 

Hier der Link zur Anfahrt: Über Googlemaps

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